Die Erstattung der Sachverständigenkosten nach einem Verkehrsunfall

Der Geschädigte hat nach einem Verkehrsunfall gegen den Schädiger einen Anspruch auf Ersatz der zur Wiederherstellung des Zustandes vor dem Unfall erforderlichen Kosten. Bereits zu Beginn stellt sich daher die Frage: wie hoch sind diese „erforderlichen Kosten“? In aller Regel benötigt man zur Beantwortung dieser Frage die Expertise eines Unfallsachverständigen.

Auch dessen – nicht unerhebliche – Kosten stellen einen ersatzfähigen Schaden dar. Leider hat sich auch diese Schadensposition zu einem regelrechten „Schlachtfeld“ zwischen Versicherern und Geschädigten entwickelt. Die wichtigsten Grundsätze sollen daher kurz vorgestellt werden, was aber keinesfalls die individuelle Beratung im Rahmen der Unfallregulierung ersetzen kann.

Wann darf ich mir einen Sachverständigen nehmen?

Die Frage ist leicht zu beantworten: immer! Die Kosten werden jedoch nur dann übernommen, wenn es sich nicht um einen sogenannten Bagatellschaden handelt. Dieser wird quasi ausschließlich nach der Schadenhöhe ermittelt. Die Bagatellgrenze liegt nach der Rechtsprechung des BGH bei 700,00 €, einige Instanzgerichte neigen jedoch dazu, den Grenzwert in Richtung der 1.000,00 € – Marke anzuheben.

Da diese Schadenssummen jedoch heutzutage sehr schnell erreicht und überschritten werden, raten wir jedem Geschädigten, der nicht einen Kleinstschaden erlitten hat, sich einen Sachverständigen zur Ermittlung des Schadens an die Seite zu holen. Nur bei kleineren Schäden sollte man es bei einem Kostenvoranschlag nebst Fotos belassen. Gegenüber dem Kostenvoranschlag hat das Sachverständigengutachten den Vorteil, dass

  • sich der Sachverständige auch zu Wiederbeschaffungs- und Restwert äußert,
  • eine Abgrenzung zwischen Reparatur- und Totalschaden vornimmt,
  • eine ggf. eingetretene Wertminderung ermittelt und beziffert,
  • die Reparatur- bzw. Wiederbschaffungsdauer ermittelt,
  • den Nutzungsausfallschaden pro Tag beziffert,
  • bei technischen Streitigkeiten dem Geschädigten zur Seite steht.

Diese lange Liste sollte Grund genug sein, in aller Regel dem Sachverständigen den Vorzug zu geben.

Hierbei soll natürlich nicht verschwiegen werden, dass es ein – kleines, aber vorhandenes – Risiko gibt, zumindest einen Teil der Sachverständigenkosten am Ende selbst tragen zu müssen. Dies betrifft jedoch nur Geschädigte, die sich an einen überteuerten Sachverständigen wenden und dies hätten erkennen müssen.

Was wird vom Gegner gezahlt?

Grundsätzlich hat der Schädiger bzw. dessen Haftpflichtversicherung für das gesamte Honorar des Sachverständigen einzustehen. Die seltensten Fälle völlig unbrauchbarer oder gar „geschönter“ Gutachten lassen wir hier einmal außen vor.

Die Höhe der Sachverständigenkosten steht oftmals zwischen Geschädigtem und Versicherer im Streit. Dies liegt daran, dass der Geschädigte im Rahmen seiner Schadenminderungspflicht gehalten ist, den Schaden möglichst klein zu halten. Hier geht es manchmal um einzelne Euro. Manche Versicherer ziehen mittlerweile eigene Gebührentabellen zu Rate, deren Herkunft kein Mensch nachvollziehen kann. In aller Regel rechnen die Sachverständigen innerhalb eines bestimmten Gebührenkorridors ab, der als „übliche Vergütung“ verstanden wird und daher ersetzt werden muss. Wenn also der Versicherer hier kürzen will, ist anwaltlicher Rat gefragt und führt meistens auch zum Erfolg.

Auch die Kosten für einen Kostenvoranschlag sind durch den Schädiger zu ersetzen, soweit er generell für die unfallbedingten Schäden haftet. Diese Kosten sind natürlich in aller Regel weitaus geringer als die Kosten für den Sachverständigen, jedoch entgeht auch der entsprechende Mehrwert.

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Wir melden uns unverzüglich nach Eingang der Unfallmeldung bei Ihnen und besprechen mit Ihnen die weiteren Schritte. Eine Rückmeldung erfolgt in aller Regel noch am gleichen Tage, spätestens binnen eines Werktages.

Lassen Sie sich vom Umfang des Formulars nicht abschrecken. Es gibt nur ganz wenige Pflichtfelder! Je mehr Sie jedoch beitragen können, desto besser gelingt uns der erste Überblick und die individuelle Beratung hinsichtlich der nächsten Schritte. Die abgefragten Angaben entsprechen dem zwischen Anwaltschaft und Versicherungswirtschaft vereinbarten "Fragebogen für Anspruchsteller" und werden ohne Ihr Einverständnis in keinem Falle an Dritte weitergegeben.

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Familienstand des Verletzten:

Anzahl und Alter der Kinder des Verletzten:

berufliche Tätigkeit des Verletzten:

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Besteht unabhängig vom Unfall ein Rentenbezug:
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Falls ja, in welcher monatlichen Höhe und von wem:

Art und Umfang der Verletzungen:

Krankenhausaufenthalt:
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Name und Anschrift des Krankenhauses:

Krankschreibung:
von bis (voraussichtlich)

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Krankenkasse:

Berufsunfall:
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zuständige Berufsgenossenschaft:

gesetzliche Rentenversicherung:
JaNein

zuständige Rentenversicherungsanstalt:

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Zum Abschluss können Sie bereits vorliegende Unterlagen (z.B. Aktenzeichen der Polizei, Unfallbericht, Schadengutachten, Arztberichte etc.) hochladen, damit uns diese bereits zur ersten Beratung vorliegen. Die Unterlagen können unter Umständen die Planung der weiteren Schritte erheblich erleichtern:





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Unfallregulierung und Rechtsschutzversicherung

„Recht haben und Recht bekommen sind zweierlei.“

Dieses geflügelte Wort hat – leider – mehr Wahrheit im Kern als man denkt. Vor allem im Bereich der Verkehrsunfälle ist es oftmals so, dass sich beide Seiten im Recht sehen. Ein Amtsrichter in München wusste zu berichten, dass in knapp 2000 von ihm geführten Verhandlungen über Verkehrsunfälle kein einziger Unfallbeteiligter ein eigenes Fehlverhalten einräumte. Werden also vom Unfallgegner Einwendungen erhoben, so muss die „Unfallversion“ bewiesen werden.

Für diesen Beweis braucht man nicht selten einen technisches, biomechanisches oder medizinisches Sachverständigengutachten. Es liegt nahe, dass hierfür Kosten entstehen. Auch das Gericht will im Falle einer Klage bezahlt werden, von den gierigen Rechtsanwälten ist damit noch gar nicht gesprochen. Die Kosten sind zwar im Falle des Obsiegens von der Gegenseite zu erstatten, jedoch steht vor dem Entstehen der Kosten noch nicht die Entscheidung der Versicherung bzw. des Gerichts fest und außerdem weiß man z.B. bei Sachen gegen nicht versicherte Unfallgegner nichts über deren Zahlungsfähigkeit.

In diesen Fällen ist es nicht nur ratsam, sondern fast unabdingbar, über eine Rechtsschutzversicherung zu verfügen. Diese trägt all die Kosten, von denen eben die Rede war. Im Verkehrsunfallbereich stellt die einzige Ausnahme eine etwa vertraglich vereinbarte Selbstbeteiligung dar. Auch diese ist jedoch in nahezu allen Fällen nicht einmal annähernd so hoch wie das Honorar eines Sachverständigen für eine Gutachtenerstattung.

Die monatlichen Kosten einer Verkehrsrechtsschutzversicherung halten sich ebenfalls im Rahmen. Eine flüchtige Recherche ergab Beiträge zwischen 10,00 € und 15,00 € je Monat ohne Selbstbeteiligung und Beiträge unter 7,00 € je Monat bei einer Selbstbeteiligung in Höhe von 150,00 €. Wenn man bedenkt, dass dies im Streitfall den Unterschied machen kann, ob man mehrere tausend Euro Schadensersatz bekommt oder nicht, dann sollte man hier nicht „auf Lücke setzen“.

Tipps zur Auswahl der Rechtsschutzversicherung gebe ich Ihnen gerne auf Anfrage. Auch zu sonstigen Fragen steht die kostenlose Ersteinschätzung gerne für Sie bereit.

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