Schadensersatz nach Verkehrsunfall – Vorfinanzierung

Wer schon einmal in einen Verkehrsunfall verwickelt war, kennt das Problem: die Schadensregulierung kann sich – insbesondere bei unklarer Haftungslage oder fehlender Schadensanzeige des Unfallgegners – manchmal recht lange hinziehen. Da der Geschädigte jedoch häufig kurzfristig wieder mobil sein muss und die Regulierung der Mietwagenkosten oftmals große Probleme bereitet, gehen viele Geschädigte mit den Reparaturkosten in Vorleistung. Hierzu sind jedoch nicht alle Geschädigten finanziell in der Lage, so dass auch die Aufnahme eines Kredites in Betracht gezogen muss. Unter welchen Umständen die reinen Vorfinanzierungskosten, welche zusätzlich zu den Reparaturkosten entstehen, von der Haftpflichtversicherung des Schädigers zu ersetzen sind, soll hier erläutert werden.

Vorrangig zu beachten ist: Der Geschädigte ist dazu verpflichtet, den Schädiger bzw. dessen Haftpflichtversicherung darauf hinzuweisen, dass seine finanziellen Mittel für die Durchführung der Reparatur nicht ausreichen und er daher beabsichtigt, die Reparatur extern zu finanzieren.

Weiterhin ist zu beachten: Dem Haftpflichtversicherer steht ein Zeitraum von mindestens drei Wochen zur Prüfung der geltend gemachten Ansprüche zu. Dieser Zeitraum beginnt mit dem Zugang eines bezifferten Anspruchsschreibens beim Haftpflichtversicherer. Ob auch in diesem Zeitraum bereits eine fremdfinanzierte Reparatur begonnen werden darf, ist jedenfalls umstritten.

Unter Einhaltung der vorigen Voraussetzungen sind bei fehlender Finanzierung der Reparatur durch den Schädiger (z.B. durch schriftliche Reparaturkostenübernahmebestätigung) die Kosten eines Kredites für die voraussichtlichen bzw. entstandenen Reparaturkosten. Hierzu gelten die Zinsen und Bearbeitungskosten eines „klassischen“ Kredites genauso wie die angefallenen Kosten und Zinsen für die Inanspruchnahme des eigenen Dispositionskredites. Dem Geschädigten ist nicht zuzumuten, sich z.B. durch den Verkauf von Vermögenswerten in eine günstigere finanzielle Position zu bringen und so die Inanspruchnahme eines Kredites zu verhindern.

Der Geschädigte ist jedoch auch zu schadenminderndem Vorgehen verpflichtet und hat hierbei v.a. folgende Aspekte zu beachten:

  • Vor Inanspruchnahme des Kredites sollte eine bestehende Vollkaskoversicherung jedenfalls dann in Anspruch genommen werden, wenn die Möglichkeit besteht, nach Zahlung durch den Schädiger den Schaden „zurückzukaufen“ und so eine Höherstufung zu vermeiden.
  • Es sollte – auch wenn hierzu immer weniger Werkstätten bereit sind – versucht werden, die Reparaturkosten zu stunden.
  • Bei Kreditaufnahme sind die günstigsten verfügbaren Kreditkonditionen zu wählen.
  • Eine Finanzierung wird als nicht erforderlich angesehen, wenn das Fahrzeug noch fahrfähig und verkehrssicher ist. Dann ist ein Abwarten auf die Regulierung zuzumuten.
  • Kann weder eine Vollkaskoversicherung noch ein Kredit (z.B. mangels ausreichender Bonität) in Anspruch genommen werden, ist der Geschädigte auf die Geltendmachung von Nutzungsausfallentschädigung beschränkt.

Die Kreditkosten stellen also ein weiteres „Minenfeld“ in der Unfallregulierung dar, weshalb die Beratung und Vertretung durch einen qualifizierten Rechtsanwalt nahezu unabdingbar geworden ist. Wir beraten Sie gerne kostenfrei zu allen Schadenspositionen.

kostenlose Unfallmeldung

Die Kontaktaufnahme ist unverbindlich. Sie gehen kein Risiko ein. Mit Absenden des Formulars entsteht noch kein Mandatsverhältnis. Hierdurch entstehen keine Kosten.

Wir melden uns unverzüglich nach Eingang der Unfallmeldung bei Ihnen und besprechen mit Ihnen die weiteren Schritte. Eine Rückmeldung erfolgt in aller Regel noch am gleichen Tage, spätestens binnen eines Werktages.

Lassen Sie sich vom Umfang des Formulars nicht abschrecken. Es gibt nur ganz wenige Pflichtfelder! Je mehr Sie jedoch beitragen können, desto besser gelingt uns der erste Überblick und die individuelle Beratung hinsichtlich der nächsten Schritte. Die abgefragten Angaben entsprechen dem zwischen Anwaltschaft und Versicherungswirtschaft vereinbarten "Fragebogen für Anspruchsteller" und werden ohne Ihr Einverständnis in keinem Falle an Dritte weitergegeben.

Anspruchsteller

Name (Pflichtfeld):

Anschrift, PLZ, Ort:

E-Mail (Pflichtfeld):

Telefonnummer (Pflichtfeld):

berufliche Tätigkeit:

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Rechtsschutzversicherung vorhanden:
JaNein

Name der Rechtsschutzversicherung:

Versicherungs- bzw. Schadennummer der Rechtsschutzversicherung:

Selbstbeteiligung Rechtsschutzversicherung:

Unfallgegner

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Name der Haftpflichtversicherung:

Versicherungs- bzw. Schadennummer:

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Unfallhergang

Unfallort:

Unfalltag:

Unfallzeit:

Unfallschilderung (Pflichtfeld):

Unfall polizeilich aufgenommen:
JaNein

zuständige Dienststelle:

Aktenzeichen bzw. Tagebuchnummer der Polizei:

bei Fahrzeugschäden

Art des Fahrzeuges:

Hersteller:

Typ:

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amtliches Kennzeichen:

Erstzulassung:

Kilometerstand:

Name der (eigenen) Haftpflichtversicherung:

Versicherungs- bzw.Schadennummer der Haftpflichtversicherung:

Vollkaskoversicherung vorhanden:
JaNein

Teilkaskoversicherung vorhanden:
JaNein

Name der Kaskoversicherung:

Versicherungs- bzw. Schadennummer der Kaskoversicherung:

Selbstbeteiligung Vollkaskoversicherung:

Selbstbeteiligung Teilkaskoversicherung:

bei Personenschäden:

Name des Verletzten:

Alter des Verletzten:

Familienstand des Verletzten:

Anzahl und Alter der Kinder des Verletzten:

berufliche Tätigkeit des Verletzten:

selbständig beruflich tätig:
JaNein

monatliches Nettoeinkommen des Verletzten:

Name und Anschrift des Arbeitgebers des Verletzten:

Besteht unabhängig vom Unfall ein Rentenbezug:
JaNein

Falls ja, in welcher monatlichen Höhe und von wem:

Art und Umfang der Verletzungen:

Krankenhausaufenthalt:
von bis (voraussichtlich)

Name und Anschrift des Krankenhauses:

Krankschreibung:
von bis (voraussichtlich)

Namen und Anschriften der behandelnden Ärzte:

Krankenkasse:

Berufsunfall:
JaNein

zuständige Berufsgenossenschaft:

gesetzliche Rentenversicherung:
JaNein

zuständige Rentenversicherungsanstalt:

Unterlagen hochladen

Zum Abschluss können Sie bereits vorliegende Unterlagen (z.B. Aktenzeichen der Polizei, Unfallbericht, Schadengutachten, Arztberichte etc.) hochladen, damit uns diese bereits zur ersten Beratung vorliegen. Die Unterlagen können unter Umständen die Planung der weiteren Schritte erheblich erleichtern:





(Pflichtfeld) Ich stimme zu, dass meine Daten zur Bearbeitung meiner Anfrage verarbeitet werden. Weitere Hinweise hierzu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung unter https://kanzleifuerverkehrsrecht.de/datenschutzerklaerung

Die Abrechnung der Reparaturkosten nach einem Verkehrsunfall

Hat das Fahrzeug nach einem Verkehrsunfall keinen Totalschaden erlitten oder kommen im Totalschadensfall Ausnahmen in Betracht, kann der Geschädigte die erforderlichen Kosten für eine Reparatur ersetzt verlangen. Unter welchen Voraussetzungen welche Beträge zu leisten sind, ist im Einzelnen sehr kompliziert und soll hier zumindest im Überblick dargestellt werden. Dies ersetzt jedoch keine Beratung im Einzelfall, hierfür ist u.a. die kostenlose Ersteinschätzung da.

Muss ich mein Fahrzeug reparieren?

Nein. Der Umfang des Schadensersatzes hängt jedoch u.a. davon ab, ob Sie das Fahrzeug reparieren. Des Weiteren spielen eine Rolle: die kalkulierten Reparaturkosten, die Wertminderung, der Wiederbeschaffungswert und der Restwert des Fahrzeuges. Zur Ermittlung dieser Kosten ist – außer in Bagatellfällen mit Schäden von maximal 1.000 € – die Einholung eines Unfallschadengutachtens angezeigt. Die Kosten hierfür hat die gegnerische Versicherung nach der Haftungsquote zu tragen.

Was bekomme ich, wenn ich mein Fahrzeug nicht repariere?

Wird das Fahrzeug nicht „vollständig und fachgerecht nach den Vorgaben des Sachverständigen“ repariert, handelt es sich bei der Schadensregulierung um eine fiktive Abrechnung. Es hängt dann von der Schadenshöhe ab, was Sie erstattet bekommen:

kalkulierte Reparaturkosten unter Wiederbeschaffungsaufwand

Liegen die Reparaturkosten zzgl. Wertminderung unter dem Wiederbeschaffungsaufwand (Wiederbeschaffungswert minus Restwert), erhalten Sie die Netto-Reparaturkosten komplett ersetzt.

kalkulierte Reparaturkosten zwischen Wiederbeschaffungsaufwand und Wiederbeschaffungswert

Hier erhalten Sie grundsätzlich die Netto-Reparaturkosten bis zur Höhe des Wiederbeschaffungswertes ersetzt. Verkaufen Sie das Fahrzeug innerhalb von 6 Monaten nach dem Unfall, gibt es wiederum nur den Wiederbeschaffungsaufwand.

kalkulierte Reparaturkosten über Wiederbeschaffungswert

Hier erhalten Sie wiederum die Netto-Reparaturkosten bis zur Höhe des Wiederbeschaffungsaufwandes.

Grundsätzlich ist auch darauf zu achten, dass bestimmte einzelne Reparaturschadenspositionen wie Verbringungskosten, UPE-Aufschläge etc. bei der fiktiven Abrechnung generell unter Umständen nicht ersatzfähig sind. Dies hängt von der sehr verschachtelten Rechtsprechung ab, zu der wir Sie gerne beraten.

Was bekomme ich, wenn ich mein Fahrzeug vollständig repariere?

Wird das Fahrzeug vollständig repariert und die Reparaturrechnung bei der Abrechnung vorgelegt, handelt es sich um eine konkrete Abrechnung. Auch hier hängt es von der Schadenshöhe ab, was Sie erstattet verlangen können.

kalkulierte Reparaturkosten bis zum Wiederbeschaffungswert

Hier erhalten Sie die Reparaturkosten inkl. Mehrwertsteuer, also die Brutto-Reparaturkosten bis zur Höhe des Wiederbeschaffungswertes komplett ersetzt. Dies gilt auch, wenn das Fahrzeug innerhalb von 6 Monaten nach dem Unfall verkauft wird.

kalkulierte Reparaturkosten bis 130 % des Wiederbeschaffungswertes

Hier erhalten Sie die kompletten Brutto-Reparaturkosten ersetzt, wenn Sie das Fahrzeug auch noch 6 Monate nach dem Unfall nutzen (sog. „Integritätsinteresse“). Wird das Fahrzeug vorher verkauft, gibt es nur den Wiederbeschaffungsaufwand ersetzt.

kalkulierte Reparaturkosten oberhalb von 130 % des Wiederbeschaffungswertes

Hier wird grundsätzlich nur der Wiederbeschaffungsaufwand ersetzt. Eine seltene Ausnahme bietet die entgegen der Schätzung des Sachverständigen gelungene Vollreparatur innerhalb der „130 % – Grenze“. Hier können Sie die Brutto-Reparaturkosten bis zur Höhe des Wiederbeschaffungswertes ersetzt verlangen.

Was bekomme ich, wenn ich das Fahrzeug teilweise repariere?

Wird das Fahrzeug zwar repariert, jedoch nicht „vollständig und fachgerecht nach den Vorgaben des Sachverständigen“, handelt es sich nach der Rechtsprechung um eine Teilreparatur. Hier sind die Unterschiede und Feinheiten so kompliziert, dass sie diesen Beitrag sprengen würden. Bitte nutzen Sie hierfür die kostenlose Ersteinschätzung und lassen sich individuell beraten.

Was muss ich beachten?

Eine wichtige Wiederholung: Gehen Sie zum Gutachter! Die einfachen Kostenvoranschläge der Werkstatt sind zwar billiger, äußern sich jedoch nicht zu Wiederbeschaffungs- und Restwert sowie zur Wertminderung. Sie sind daher für eine sachgerechte Beratung im Grunde genommen nicht zu gebrauchen.

Außerdem sollte bei der Schadensregulierung immer das „Gesamtkonzept“ beachtet werden. So hat die Frage, ob konkret oder fiktiv abgerechnet wird, auch Auswirkungen auf andere Schadenspositionen wie z.B. den Nutzungsausfall. Lassen Sie sich daher unbedingt vom Rechtsanwalt beraten, dieser wird Ihnen den Weg zur erfolgreichen Unfallregulierung bahnen.

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Lassen Sie sich vom Umfang des Formulars nicht abschrecken. Es gibt nur ganz wenige Pflichtfelder! Je mehr Sie jedoch beitragen können, desto besser gelingt uns der erste Überblick und die individuelle Beratung hinsichtlich der nächsten Schritte. Die abgefragten Angaben entsprechen dem zwischen Anwaltschaft und Versicherungswirtschaft vereinbarten "Fragebogen für Anspruchsteller" und werden ohne Ihr Einverständnis in keinem Falle an Dritte weitergegeben.

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