Die Abrechnung des Nutzungsausfalls nach einem Verkehrsunfall

Steht dem Unfallgeschädigten das Fahrzeug nach dem Verkehrsunfall nicht zur Verfügung, steht zum einen die Option des Mietwagens offen, zum anderen kann er die entgangenen Gebrauchsvorteile als Schadensersatz geltend machen – der sog. Nutzungsausfall(-schaden).

Voraussetzungen

Voraussetzung hierfür ist die tatsächlich fehlende Nutzungsmöglichkeit des Fahrzeuges, z.B. für den Zeitraum bis zur Reparatur oder bis zur Ersatzbeschaffung im Totalschadensfall. Außerdem muss der tatsächliche Wille zur Nutzung des Fahrzeuges gegeben sein. Ein Anspruch auf Nutzungsausfall steht demgegenüber nicht zu bei

  • gewerblich genutzten Fahrzeugen (in der Regel),
  • fiktiver Abrechnung,
  • Anmietung eines Ersatzfahrzeuges
  • Vorhandensein eines nutzbaren Zweitfahrzeuges,
  • fehlender Nutzungsmöglichkeit des Fahrzeuges.

Umstritten sind hier insbesondere die Fälle, in denen der Geschädigte so sehr verletzt wurde, dass er das Fahrzeug nicht nutzen konnte. Hier entsteht der Anspruch jedoch trotzdem, wenn Dritte das Fahrzeug hätten nutzen können.

Ausfalldauer

Grundsätzlich hat der Geschädigte Anspruch auf Entschädigung für die objektiv notwendige Dauer der Reparatur bzw. Ersatzanschaffung. Er ist jedoch gehalten, sich um eine schnelle Beseitigung des Zustandes zu kümmern. Zur reinen Dauer der Reparatur bzw. Ersatzanschaffung addiert wird die Zeit bis zur Erstellung des Schadengutachtens sowie ein angemessener Überlegungszeitraum für die Entscheidung, ob repariert oder Ersatz angeschafft wird.

Die Versicherungen sind zumeist darauf bedacht, den Nutzungsausfallschaden „klein zu rechnen“. Wichtig ist daher eine genaue Dokumentation der zeitlichen Abläufe, um diese transparent darlegen zu können. Verzögert sich die Regulierung durch die Versicherung und kann eine Reparatur bzw. Ersatzanschaffung nicht vorfinanziert werden, ist die Versicherung darauf hinzuweisen und ggf. zu einer Vorschusszahlung aufzufordern.

Schadenshöhe

Die Höhe des Nutzungsausfallschadens wird heutzutage fast durchgängig anhand von Tabellen berechnet. Die „Standardtabelle“ von Sanden/Danner/Küppersbusch führt hierbei nahezu jedes Kraftfahrzeug und gliedert dieses in Nutzungsausfallklassen, woraus sich dann der konkrete Anspruch pro Tag ergibt. Bei älteren Fahrzeugen werden Abzüge gemacht, besonders hochwertige Sonderausstattung kann zu einer „Hochstufung“ führen.

Die Nutzungsausfallklasse wird ebenso wie der regelmäßig notwendige Zeitraum für die Reparatur bzw. Ersatzanschaffung durch den Sachverständigen im Schadengutachten festgehalten. Hieran orientieren sich zumeist die Gerichte und Versicherungen.

kostenlose Unfallmeldung

Die Kontaktaufnahme ist unverbindlich. Sie gehen kein Risiko ein. Mit Absenden des Formulars entsteht noch kein Mandatsverhältnis. Hierdurch entstehen keine Kosten.

Wir melden uns unverzüglich nach Eingang der Unfallmeldung bei Ihnen und besprechen mit Ihnen die weiteren Schritte. Eine Rückmeldung erfolgt in aller Regel noch am gleichen Tage, spätestens binnen eines Werktages.

Lassen Sie sich vom Umfang des Formulars nicht abschrecken. Es gibt nur ganz wenige Pflichtfelder! Je mehr Sie jedoch beitragen können, desto besser gelingt uns der erste Überblick und die individuelle Beratung hinsichtlich der nächsten Schritte. Die abgefragten Angaben entsprechen dem zwischen Anwaltschaft und Versicherungswirtschaft vereinbarten "Fragebogen für Anspruchsteller" und werden ohne Ihr Einverständnis in keinem Falle an Dritte weitergegeben.

Anspruchsteller

Name (Pflichtfeld):

Anschrift, PLZ, Ort:

E-Mail (Pflichtfeld):

Telefonnummer (Pflichtfeld):

berufliche Tätigkeit:

IBAN:

BIC:

Kontoinhaber:

Rechtsschutzversicherung vorhanden:
JaNein

Name der Rechtsschutzversicherung:

Versicherungs- bzw. Schadennummer der Rechtsschutzversicherung:

Selbstbeteiligung Rechtsschutzversicherung:

Unfallgegner

Name:

Anschrift, PLZ, Ort:

E-Mail:

Telefon:

Name der Haftpflichtversicherung:

Versicherungs- bzw. Schadennummer:

amtliches Kennzeichen:

Unfallhergang

Unfallort:

Unfalltag:

Unfallzeit:

Unfallschilderung (Pflichtfeld):

Unfall polizeilich aufgenommen:
JaNein

zuständige Dienststelle:

Aktenzeichen bzw. Tagebuchnummer der Polizei:

bei Fahrzeugschäden

Art des Fahrzeuges:

Hersteller:

Typ:

FIN:

amtliches Kennzeichen:

Erstzulassung:

Kilometerstand:

Name der (eigenen) Haftpflichtversicherung:

Versicherungs- bzw.Schadennummer der Haftpflichtversicherung:

Vollkaskoversicherung vorhanden:
JaNein

Teilkaskoversicherung vorhanden:
JaNein

Name der Kaskoversicherung:

Versicherungs- bzw. Schadennummer der Kaskoversicherung:

Selbstbeteiligung Vollkaskoversicherung:

Selbstbeteiligung Teilkaskoversicherung:

bei Personenschäden:

Name des Verletzten:

Alter des Verletzten:

Familienstand des Verletzten:

Anzahl und Alter der Kinder des Verletzten:

berufliche Tätigkeit des Verletzten:

selbständig beruflich tätig:
JaNein

monatliches Nettoeinkommen des Verletzten:

Name und Anschrift des Arbeitgebers des Verletzten:

Besteht unabhängig vom Unfall ein Rentenbezug:
JaNein

Falls ja, in welcher monatlichen Höhe und von wem:

Art und Umfang der Verletzungen:

Krankenhausaufenthalt:
von bis (voraussichtlich)

Name und Anschrift des Krankenhauses:

Krankschreibung:
von bis (voraussichtlich)

Namen und Anschriften der behandelnden Ärzte:

Krankenkasse:

Berufsunfall:
JaNein

zuständige Berufsgenossenschaft:

gesetzliche Rentenversicherung:
JaNein

zuständige Rentenversicherungsanstalt:

Unterlagen hochladen

Zum Abschluss können Sie bereits vorliegende Unterlagen (z.B. Aktenzeichen der Polizei, Unfallbericht, Schadengutachten, Arztberichte etc.) hochladen, damit uns diese bereits zur ersten Beratung vorliegen. Die Unterlagen können unter Umständen die Planung der weiteren Schritte erheblich erleichtern:





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