Geschwindigkeitsmessung mit ProVida – Voraussetzungen und Angriffspunkte

Neben vielen Messgeräten, die Fotos der Messsituation anfertigen, wie ESO ES 3.0, PoliscanSpeed oder Leivtec XV3, gehört das Videomesssystem ProViDa („Proof-Video-Data-System) zu den „beliebten“ Methoden der Polizei zur Überwachung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit. Das System ist für den Verkehrsteilnehmer insofern besonders tückisch, als dass das Messgerät in ein ziviles Einsatzfahrzeug eingebaut und somit – abgesehen von einer auffälligen Antenne am Fahrzeug – nicht erkennbar ist. Wir haben bereits zahlreiche Verfahren mit diesem Messgerät bearbeitet und kennen daher Schwachstellen und Angriffspunkte, welche auch mit Hilfe unserer Sachverständigen aufgedeckt werden können. Nutzen Sie unsere kostenlose Ersteinschätzung und lassen Sie sich zum Vorgehen im Bußgeldverfahren beraten.

Wie funktioniert das Gerät?

In dem Messfahrzeug sind ein Impulsgeber, ein digitaler Tachometer, das eigentliche Steuergerät („Police Pilot“), eine Videokamera und ein Monitor eingebaut. Außerdem gibt es die Möglichkeit zum Anschluss von Speichergeräten, worauf die entstandenen Videos gesichert werden können.

In dem digitalen Tachometer befinden sich ein Wegstreckenzähler sowie eine Geschwindigkeitsanzeige. Beides ist sowohl auf dem Monitor als auch im später entstandenen Messvideo erkennbar.

Die Messanlage kann nicht nur zur Ermittlung von Geschwindigkeitsverstößen genutzt werden. Mittels physikalischer Gegebenheiten können z.B. auch Abstandsverstöße, Überholverstöße, Nötigungen und auch sonstige mittels Bild ermittelbare Verkehrsverstöße festgestellt werden.

Das Messgerät kann hierbei auf verschiedenste Art und Weise eingesetzt werden, so z.B. im stationären Betrieb, auf einer festen Wegstrecke, bei gleichbleibendem oder sich änderndem Abstand zum verfolgten Fahrzeug oder sogar nachträglich nur anhand der PC-gestützten Auswertung der Videobilder (Videodistanzauswertung = ViDistA). Hierbei ist jedoch zu beachten, dass nach der Rechtsprechung jedenfalls einiger Oberlandesgerichte die konkrete Messmethode genannt werden muss und die reine nachträgliche Auswertung mittels Videoauswertung kein standardisiertes Messverfahren darstellt. Grundsätzlich ist das Messsystem jedoch als standardisiertes Messverfahren anerkannt.

Wo liegen die Schwachstellen?

Die möglichen Fehlerquellen liegen bei diesem Messgerät eher bei demjenigen, der es bedient. So wäre im Einzelfall zu prüfen, ob z.B.

  • eine fehlende Zuordnung des angehaltenen Fahrzeuges wegen abgerissenem Sichtkontakts oder eine fehlerhafte Bedienung des Gerätes auszuschließen ist,
  • die Messstrecke die herstellerseitigen Kriterien erfüllt,
  • die Kameraposition unverändert bleibt,
  • das Gerät im Zeitpunkt der Messung ordnungsgemäß geeicht gewesen ist (Stolperfalle: Eichpflicht nach jedem Wechsel von Sommer- auf Winterreifen!),
  • die Bestimmung der Fahrzeughöhe korrekt erfolgt, da sonst die Geschwindigkeitsberechnung fehlerhaft wird,
  • das Beweisvideo vollständig vorliegt,
  • keine verdachtsunabhängige Messung erfolgt, d.h. dass die Kamera erst bei Einsatzbeginn eingeschaltet wird und dann ununterbrochen aufzeichnet,
  • das Messpersonal hinreichend auf das Messgerät geschult worden ist.

Liegen diese Voraussetzungen nicht vor, so kann nicht mehr von einem standardisierten Messverfahren ausgegangen werden und es sind weitaus höhere Toleranzabschläge als die grundsätzlich vorgeschriebenen 5 km/h (bis 100 km/h) bzw. 5 % (ab 100 km/h) vorzunehmen. Dies kann im Einzelfall Punkte vermeiden oder den Führerschein retten!

Wie lassen sich Fehler aufdecken?

In einigen Bundesländern, z.B. Berlin und Brandenburg, gibt es zumeist die Möglichkeit der Online-Einsicht in die Beweisfotos, anhand derer eine erste kursorische Prüfung vorgenommen werden kann. Dies gehört zum Leistungsumfang unserer kostenlosen Ersteinschätzung. Anhaltspunkte für Fehlmessungen, die sich nicht unmittelbar aus den Bildern ergeben, können nur im Wege der Akteneinsicht und weiteren Sachverhaltsaufklärung durch den Rechtsanwalt ermittelt werden. Hier arbeiten wir auch eng mit technischen Sachverständigen zusammen, welche die Messungen überprüfen.

kostenlose Erstanfrage

Die Kontaktaufnahme ist unverbindlich. Sie gehen kein Risiko ein. Mit Absenden des Formulars entsteht noch kein Mandatsverhältnis. Hierdurch entstehen keine Kosten. Viele Bußgeldbehörden ermöglichen mittlerweile einen Online-Zugang zu den Beweisfotos. Anhand derer kann eine Vorabprüfung vorgenommen werden. Bitte übersenden Sie uns daher - falls technisch möglich - gerne das aktuellste Schreiben der Bußgeldbehörde im Anhang. Ihre Daten behandeln wir selbstverständlich vertraulich.

Die Ersteinschätzung erfolgt in aller Regel binnen eines Werktages. Sollten innerhalb kurzer Zeit Fristen ablaufen, melden Sie sich bitte unbedingt zusätzlich telefonisch bei uns!

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(Bitte geben Sie hier die Messstelle an, die in den Schreiben der Bußgeldbehörde genannt wird.)

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(Diese Angabe dient der schnellen Einschätzung, ob unverzügliche Schritte eingeleitet werden müssen. Bitte beachten Sie die Einspruchsfrist von 14 Tagen bei Bußgeldbescheiden!)

Sachverhalt / Fragen:

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