Geschwindigkeits- und Abstandsmessung mit VKS 3.0 und 3.2 – Voraussetzungen und Angriffspunkte

Ein sehr häufig zur Geschwindigkeits- und Abstandsmessung auf Autobahnen genutztes Messgerät ist das Gerät VKS 3.0 der Firma Vidit Systems GmbH. Dieses wird derzeit ganz überwiegend mit den Softwareversionen 3.1 und 3.2 3D genutzt und die entsprechenden festen Messstellen sind gut an entsprechenden viereckigen Fahrbahnmarkierungen erkennbar. Nachdem die Messungen früher durch das Bundesverfassungsgericht als unverwertbar eingestuft wurden, hat der Hersteller nachgelegt und nunmehr eine grundsätzlich gesetzeskonforme Lösung auf den Markt gebracht. Doch auch dieses Gerät ist nicht frei von Fehlern, so dass wir als Verteidiger gemeinsam mit unseren Sachverständigen Fehler bei der Messung aufdecken und zu Ihren Gunsten geltend machen. Nutzen Sie hierfür auch unsere kostenlose Ersteinschätzung.

Wie funktioniert das Gerät?

Die Videokamera filmt fortlaufend das Verkehrsgeschehen in dem zuvor fest definierten Messbereich, wobei weder Fahrzeugkennzeichen noch Gesichter scharf genug aufgenommen werden, um eine Identifizierung zu ermöglichen. In dem angeschlossenen Rechner werden die Fahrbewegungen in Geschwindigkeiten und Abstände umgerechnet.

Sobald das Gerät den Verdacht eines Verkehrsverstoßes ermittelt, wird das Select-Modul mit der entsprechenden Kamera zugeschaltet. Diese nimmt in schneller Folge insgesamt acht Einzelbilder des betroffenen Fahrzeuges, welche dann auch eine Fahreridentifikation ermöglichen sollen, auf und speichert diese gemeinsam mit der Information, an welcher Stelle des Videos der Verstoß dokumentiert wurde, in einem Fallordner ab.

Die Messungen werden dann später manuell ausgewertet, wobei für die Geschwindigkeitswerte eine Toleranz von 3 km/h (bis 100 km/h) bzw. 3 % (über 100 km/h) abgezogen und der Abstandswert auf volle Meter (also z.B. von 28,1 auf 29,0 Meter) aufgerundet wird.

Wo liegen die Schwachstellen?

Neben den üblichen Messfehlermöglichkeiten und Anwendungsfehlern liegt die Schwachstelle darin, dass das Messgerät nicht über eine künstliche Intelligenz verfügt. Das Messgerät stellt sämtliche Über- und Unterschreitungen von vorher festgelegten Grenzwerten fest. Es ermittelt jedoch nicht, wie es dazu gekommen ist. Besondere Messsituationen wie das plötzliche Einscheren oder Abbremsen eines Fahrzeuges in den Sicherheitsabstand des gemessenen Fahrzeugs hinein werden von dem Messgerät nicht erfasst. Es ist also stets die Inaugenscheinnahme der gesamten Entstehungssituation erforderlich – eine Leistung, die bei weitem nicht von allen Auswertebeamten erbracht wird.

Hier setzt dann die Verteidigung an und stellt die Besonderheiten des Einzelfalles in den Mittelpunkt.

Wie lassen sich Fehler aufdecken?

Anhaltspunkte für Fehlmessungen können bei diesem Messgerät mangels Überlassung der Messvideos nur im Wege der Akteneinsicht und weiteren Sachverhaltsaufklärung durch den Rechtsanwalt ermittelt werden. Hier arbeiten wir auch eng mit technischen Sachverständigen zusammen, welche die Messungen überprüfen.

kostenlose Erstanfrage

Die Kontaktaufnahme ist unverbindlich. Sie gehen kein Risiko ein. Mit Absenden des Formulars entsteht noch kein Mandatsverhältnis. Hierdurch entstehen keine Kosten. Viele Bußgeldbehörden ermöglichen mittlerweile einen Online-Zugang zu den Beweisfotos. Anhand derer kann eine Vorabprüfung vorgenommen werden. Bitte übersenden Sie uns daher - falls technisch möglich - gerne das aktuellste Schreiben der Bußgeldbehörde im Anhang. Ihre Daten behandeln wir selbstverständlich vertraulich.

Die Ersteinschätzung erfolgt in aller Regel binnen eines Werktages. Sollten innerhalb kurzer Zeit Fristen ablaufen, melden Sie sich bitte unbedingt zusätzlich telefonisch bei uns!

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(Bitte geben Sie hier die Messstelle an, die in den Schreiben der Bußgeldbehörde genannt wird.)

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Sachverhalt / Fragen:

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