Schadensersatz nach Verkehrsunfall – vermehrte Bedürfnisse

Leider bringen es Verkehrsunfälle von Zeit zu Zeit mit sich, dass die unfallbedingten Verletzungen beim Geschädigten so schwer sind, dass sie sich nicht mehr vollständig beheben lassen. Hierdurch entstehen natürlich Nachteile in der täglichen Lebensführung.

Die Mehraufwendungen, die den Zweck haben, diese Nachteile, auszugleichen, die dem Geschädigten infolge der dauernden Beeinträchtigung seines körperlichen Wohlbefindens entstehen, bezeichnet die Rechtsprechung als „vermehrte Bedürfnisse“.

Was zu den vermehrten Bedürfnissen gehört, ist stets ganz individuell zu ermitteln. Es kommt darauf an, welche Hilfsmittel der Geschädigte zuvor nicht benötigte, aber nun infolge seiner konkreten Beschwerden benötigt. Weitaus ohne Anspruch auf Vollständigkeit ist die folgende Aufzählung:

  • Arbeitstisch, ggf. höhenverstellbar,
  • Aufzug, inkl. Wartungskosten,
  • Automatikgetriebe für den PKW,
  • Begleitperson für Freizeit, Urlaub etc.
  • Behindertenwerkstatt als Teilnahme am Erwerbsleben,
  • behindertengerechter Wohnungs- oder Hausumbau,
  • Besuchskosten,
  • Betreuungsaufwand,
  • Blindenhund samt Unterhaltskosten,
  • Diät,
  • Eigenleistungen am Bau, welche nicht vollendet werden konnten,
  • Fahrtkosten für Arztbesuche, Therapien etc.,
  • Fahrrad,
  • Finessstudio-Mitgliedschaft,
  • Fahrzeugkosten – von Anschaffung bis Benzinmehrverbrauch,
  • Heimunterbringung,
  • Kleidung,
  • Körperpflegemittel,
  • Kommunikationshilfen,
  • Nahrungsergänzungsmittel,
  • Nebenkostenerhöhung z.B. aufgrund längeren Aufenthalts zu Hause,
  • Pflegeaufwand,
  • Pflegebett,
  • Physiotherapie,
  • Privatunterricht,
  • Rollstuhl samt Zubehör,
  • Schuhwerk,
  • Schwimmbad – Eintrittsgelder oder gar Baukosten,
  • Steuerberaterkosten,
  • Treppenlift,
  • Umzugskosten,
  • Versicherungsprämien im Falle der Erhöhung,
  • öffentliche Verkehrsmittel,
  • Wäschetrockner etc.

Die Liste kann beliebig fortgesetzt werden. Es empfiehlt sich hier, selbst aufzulisten, was infolge der unfallbedingten Beeinträchtigung neu angeschafft wurde oder wofür Mehrkosten angefallen sind.

Die Kosten für die Hilfsmittel sind einzelfallbezogen als Einmalzahlung oder bei wiederkehrenden Aufwendungen in Form einer Geldrente zu ersetzen. Oftmals ist es auch hilfreich, sich in solchen Fällen gemeinsam mit dem Versicherer am sog. „Reha-Management“ zu beteiligen, so dass durch ausgewiesene und vor allem unabhängige Experten die für die Zukunft besten Lösungen ermittelt und sofort umgesetzt werden können.

All dies ist Bestandteil unserer Beratungs- und Vertretungsleistungen, damit Sie sich in Ruhe um ihr Wohlbefinden kümmern können.

kostenlose Unfallmeldung

Die Kontaktaufnahme ist unverbindlich. Sie gehen kein Risiko ein. Mit Absenden des Formulars entsteht noch kein Mandatsverhältnis. Hierdurch entstehen keine Kosten.

Wir melden uns unverzüglich nach Eingang der Unfallmeldung bei Ihnen und besprechen mit Ihnen die weiteren Schritte. Eine Rückmeldung erfolgt in aller Regel noch am gleichen Tage, spätestens binnen eines Werktages.

Lassen Sie sich vom Umfang des Formulars nicht abschrecken. Es gibt nur ganz wenige Pflichtfelder! Je mehr Sie jedoch beitragen können, desto besser gelingt uns der erste Überblick und die individuelle Beratung hinsichtlich der nächsten Schritte. Die abgefragten Angaben entsprechen dem zwischen Anwaltschaft und Versicherungswirtschaft vereinbarten "Fragebogen für Anspruchsteller" und werden ohne Ihr Einverständnis in keinem Falle an Dritte weitergegeben.

Anspruchsteller

Name (Pflichtfeld):

Anschrift, PLZ, Ort:

E-Mail (Pflichtfeld):

Telefonnummer (Pflichtfeld):

berufliche Tätigkeit:

IBAN:

BIC:

Kontoinhaber:

Rechtsschutzversicherung vorhanden:
JaNein

Name der Rechtsschutzversicherung:

Versicherungs- bzw. Schadennummer der Rechtsschutzversicherung:

Selbstbeteiligung Rechtsschutzversicherung:

Unfallgegner

Name:

Anschrift, PLZ, Ort:

E-Mail:

Telefon:

Name der Haftpflichtversicherung:

Versicherungs- bzw. Schadennummer:

amtliches Kennzeichen:

Unfallhergang

Unfallort:

Unfalltag:

Unfallzeit:

Unfallschilderung (Pflichtfeld):

Unfall polizeilich aufgenommen:
JaNein

zuständige Dienststelle:

Aktenzeichen bzw. Tagebuchnummer der Polizei:

bei Fahrzeugschäden

Art des Fahrzeuges:

Hersteller:

Typ:

FIN:

amtliches Kennzeichen:

Erstzulassung:

Kilometerstand:

Name der (eigenen) Haftpflichtversicherung:

Versicherungs- bzw.Schadennummer der Haftpflichtversicherung:

Vollkaskoversicherung vorhanden:
JaNein

Teilkaskoversicherung vorhanden:
JaNein

Name der Kaskoversicherung:

Versicherungs- bzw. Schadennummer der Kaskoversicherung:

Selbstbeteiligung Vollkaskoversicherung:

Selbstbeteiligung Teilkaskoversicherung:

bei Personenschäden:

Name des Verletzten:

Alter des Verletzten:

Familienstand des Verletzten:

Anzahl und Alter der Kinder des Verletzten:

berufliche Tätigkeit des Verletzten:

selbständig beruflich tätig:
JaNein

monatliches Nettoeinkommen des Verletzten:

Name und Anschrift des Arbeitgebers des Verletzten:

Besteht unabhängig vom Unfall ein Rentenbezug:
JaNein

Falls ja, in welcher monatlichen Höhe und von wem:

Art und Umfang der Verletzungen:

Krankenhausaufenthalt:
von bis (voraussichtlich)

Name und Anschrift des Krankenhauses:

Krankschreibung:
von bis (voraussichtlich)

Namen und Anschriften der behandelnden Ärzte:

Krankenkasse:

Berufsunfall:
JaNein

zuständige Berufsgenossenschaft:

gesetzliche Rentenversicherung:
JaNein

zuständige Rentenversicherungsanstalt:

Unterlagen hochladen

Zum Abschluss können Sie bereits vorliegende Unterlagen (z.B. Aktenzeichen der Polizei, Unfallbericht, Schadengutachten, Arztberichte etc.) hochladen, damit uns diese bereits zur ersten Beratung vorliegen. Die Unterlagen können unter Umständen die Planung der weiteren Schritte erheblich erleichtern:





(Pflichtfeld) Ich stimme zu, dass meine Daten zur Bearbeitung meiner Anfrage verarbeitet werden. Weitere Hinweise hierzu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung unter https://kanzleifuerverkehrsrecht.de/datenschutzerklaerung

Schadensersatz nach Verkehrsunfall – Heilbehandlungskosten

Wird bei einem Verkehrsunfall ein Mensch verletzt, so steht dessen möglichst vollständige und schnelle Genesung im Vordergrund. Über die hierfür entstehenden Kosten machen sich die meisten mit Recht keine Gedanken, denn die Gesundheit wird als „unbezahlbar“ angesehen. Nun ist es zwar so, dass die Gesundheit unbezahlbar, der Weg dorthin jedoch mit Kosten verbunden ist.

Von dem Gesundheitsschaden mit erfasst sind natürlich auch die Heilbehandlungskosten. Hierunter fallen die Kosten aller erforderlichen Heilbehandlungsmaßnahmen, die vom Standpunkt eines verständigen Menschen medizinisch zweckmäßig und geboten sind. Hierzu gehört natürlich die ambulante und stationäre ärztliche Behandlung, aber darüber hinaus auch der gesamte Aufwand, der dazu dient, das verletzungsbedingte Leiden zu behandeln, zu lindern oder den Verletzten zu pflegen.

Viele dieser Kosten werden von den Krankenversicherern, deren Mitgliedschaft für jeden Staatsbürger verpflichtend ist, getragen. Die Krankenversicherer können dann gegenüber der Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers in Regress gehen – damit haben Sie als Geschädigter in aller Regel nichts zu tun; Sie bekommen es noch nicht einmal mit.

Es gibt jedoch auch einige Kostenfaktoren, bei denen keine eigene Versicherung einspringt – diese Kosten sind aus eigener Tasche zu bezahlen. Für sämtliche Aufwendungen aus diesem Bereich hat der Schädiger bzw. dessen Haftpflichtversicherung einzustehen, wenn sie tatsächlich anfallen (also keine fiktive Abrechnung) und medizinisch erforderlich sind. Hierzu gehören (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

  • (Zuzahlungs-) Kosten für ärztlich verordnete Medikamente und Krankenhausaufenthalte,
  • Heilpraktikerkosten bei hinreichender medizinischer Wahrscheinlichkeit einer Besserung des Zustandes,
  • Heilmittel wie Verbandsmaterial, „Halskrause“, aber auch Krankengymnastik, Massage und in Extremfällen z.B. auch die Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio,
  • kosmetische Operationen,
  • bei privat Krankenversicherten der Selbstbehalt oder der Verlust einer Beitragsrückerstattung,
  • Fahrten zum Arzt,
  • Besuchskosten naher Angehöriger bei Krankenhausaufenthalt (in sehr begrenztem Umfang).

Umstritten ist, ob Zusatzleistungen wie eine Chefarztbehandlung, die Wahl des Krankenhauses bzw. eines Einzel- oder Doppelzimmers und besonders teurer Heilmittel, welche von der gsetzlichen Krankenversicherung nicht übernommen werden, vom Schädiger zu bezahlen sind. Hier wird darauf abgestellt, ob der Geschädigte diese Leistungen auch auf eigene Kosten in Anspruch nehmen würde, wenn es keinen Schädiger gäbe, z.B. bei einem selbstverschuldeten Unfall. Privatärztliche Behandlungen sind jedenfalls dann zu erstatten, wenn die gesetzliche Krankenversicherung für die Heilbehandlung keinen ausreichenden Schutz bietet.

Zu beachten ist schließlich noch, dass der Geschädigte verpflichtet ist, den Schaden so gering wie möglich zu halten. Er muss daher

  • einen Arzt zur Diagnose und Behandlung aufsuchen,
  • eine zumutbare ärztliche Behandlung dulden,
  • eine zumutbare Operation dulden, wobei ihm allerdings soweit medizinisch vertretbar ein zeitlicher Spielraum zusteht,
  • sich für den Zeitraum einer stationären Behandlung ersparte Verpflegungskosten anrechnen lassen.

Wie man sieht, ist auch dieses Gebiet aufgrund der Sparinteressen der Versicherer „hart umkämpft“. Umso wichtiger ist es, einen durchsetzungsstarken Rechtsanwalt an seiner Seite zu haben, der sich um den rechtlichen Rahmen der Unfallabwicklung kümmert, während Sie in Ruhe gesund werden.

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